Immobilienkauf

Der Kauf oder Verkauf einer Immobilie stellt für die meisten Beteiligten allein aufgrund der finanziellen Bedeutung alle anderen Geschäfte in den Schatten. Erhebliche Beträge des ersparten Vermögens müssen investiert und zusätzliche Darlehen aufgenommen werden. Auch für den Verkäufer ist der Grundbesitz häufig der bedeutendste Gegenstand des eigenen Vermögens.

Damit Käufer und Verkäufer bei einem solchen wichtigen Vorgang sachgemäß beraten werden, ist die Mitwirkung des Notars gesetzlich vorgesehen. Der Notar sorgt für eine rechtlich ausgewogene Gestaltung und hilft Risiken zu vermeiden. 

Unsere Notare besprechen daher mit den Vertragsbeteiligten ihre Zielvorstellungen. Sie werden über die Regelungsmöglichkeiten informiert und darauf aufbauend ein ausgewogener Entwurf eines Kaufvertrages erstellt.

Immobilienkaufverträge können z. B. den Erwerb eines Bauplatzes, eines Ein- oder Mehrfamilienhauses, einer Eigentumswohnung oder auch eines Erbbaurechts betreffen. Die Besonderheiten eines Objekts wirken sich auch auf die Gestaltung eines Vertrages aus. Dies gilt insbesondere für einen sogenannten Bauträgervertrag, mit dem der Käufer ein Grundstück oder einen Grundstücksanteil in Verbindung mit einem Gebäude – Haus oder Wohnung – erwirbt, das erst noch erbaut wird.

In jedem Fall sind folgende Punkte zu regeln:

  • Sicherung von Verkäufer und Käufer
  • Löschung oder Fortbestand von Belastungen
  • Übergang von Besitz, Nutzungen und Lasten
  • Sach- und Rechtsmängelhaftung

Der Kaufpreis sollte in der Regel vom Käufer erst gezahlt werden, wenn der Verkäufer seinerseits die versprochene Leistung, nämlich die Übertragung des unbelasteten Eigentums an dem Grundbesitz, erfüllt. Deshalb sieht der Kaufvertrag im Regelfall vor, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, wie das Vorliegen sämtlicher behördlicher Genehmigungen bzw. Negativzeugnisse, die Eintragung der Eigentumsvormerkung im Grundbuch (hierdurch wird das Grundbuch „gesperrt“) und das Vorliegen der Unterlagen, um etwa eingetragene Grundschulden und Hypotheken im Grundbuch zu löschen.

Unsere Notare veranlassen nach der Beurkundung alles Erforderliche, damit die Fälligkeitsvoraussetzungen erfüllt werden und der Vertrag erfolgreich abgewickelt werden kann. 

Eine von Ihnen gewählte Finanzierung sollte am besten schon vor der Beurkundung feststehen. So kann frühzeitig mit der Bank die Auszahlungsmodalität besprochen werden und damit auch die Regelung der Fälligkeit des Kaufpreises im Kaufvertrag abgestimmt werden.

Ist die Finanzierung des Kaufpreises bei Abschluss des Kaufvertrages schon im Einzelnen geklärt, kann das zur Absicherung des Darlehens dienende Grundpfandrecht (Grundschuld oder Hypothek) zeitsparend unmittelbar im Anschluss an den Kaufvertrag beurkundet werden.

Welche Schulden durch die im Grundbuch einzutragende Grundschuld abgesichert werden, ergibt sich regelmäßig nicht aus dem Grundschuldformular selbst, sondern ist in einer gesonderten Vereinbarung, die nicht der notariellen Form bedarf. Der im Grundschuldformular angegebene Zinssatz ist zumeist viel höher, als der im Darlehensvertrag vereinbarte Darlehenszinssatz. Der Grund liegt darin, dass die angegebenen Zinsen genauso wie der Grundschuldbetrag nur die Obergrenze angeben, bis zu der die Bank maximal abgesichert ist. Was tatsächlich zurückgezahlt werden muss, ergibt sich nicht aus der Grundschuld, sondern aus dem Darlehensvertrag.

Für Ihre Fragen im Zusammenhang mit dem Immobilienerwerb stehen unsere Notare Ihnen gerne zur Verfügung.