Sprecherin RAin Beese: BWE veröffentlicht Grundsätze zum Weiterbetrieb von Windenergieanlagen

Die Betriebszeit einer Windenergieanlage (WEA) richtet sich nach der Entwurfslebensdauer der maßgeblichen Typenprüfung/Einzelprüfung. Dies sind in der Regel 20 Jahre. Doch nicht jede WEA muss mit Erreichen der Entwurfslebensdauer auch die Ermüdungsgrenze erreichen. Viele Betreiber stehen in den nächsten Jahren vor der Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Windenergieanlagen über das 20. Betriebsjahr hinaus weiterbetrieben werden können. Denn nicht jeder möchte oder kann das Repowering für sich nutzen. Ein Weiterbetrieb ist daher für viele Betreiber eine Option.

 

Gerade an guten Standorten lohnt sich die notwendige Bewertung und Prüfung zum Weiterbetrieb (BPW). Die BWP ist ein komplexer Vorgang, der in der Verantwortung des Betreibers liegt. Dieser muss die notwendigen Voraussetzungen zur Durchführung der Prüfung erfüllen und diese reichzeitig, d. h. vor dem Erreichen der Entwurfslebensdauer, durch einen Sachverständigen einleiten. Im Arbeitskreis Weiterbetrieb des Bundesverbandes Windenergie (BWE) haben sich renommierte Sachverständige, Juristen und Betreiber intensiv mit der Thematik des Weiterbetriebs befasst. Entstanden ist die Publikation „Grundsätze für die Durchführung und Prüfung über den Weiterbetreib von Windenergieanlagen (BPW)“, welche nun auf Deutsch und Englisch vorliegt.