Restwert bei Totalschaden

In der nun veröffentlichten Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 13.10.2009 hat dieser die Rechte des Geschädigten im Falle eines wirtschaftlichen Totalschadens nochmals gestärkt. Danach kann der Geschädigte, der ein Sachverständigengutachten einholt, welches eine korrekte Wertermittlung erkennen lässt, auf den dort genannten Restwert vertrauen und im Falle, dass er sein Fahrzeug repariert und es weiternutzt grundsätzlich für seine Schadensabrechnung diesen Restwertbetrag zugrundelegen.

Damit sind Einwendungen bekannter Krafthaftpflichtversicherungen abzuwenden, die regelmäßig höhere Restwertangebote übermitteln. Grundsatz bleibt nach der Auffassung des Senats, dass zur Schadensschätzung der beauftragte Sachverständige als geeignete Schätzgrundlage für den Restwert im Regelfall drei Angebote auf dem maßgeblichen regionalen Markt zu ermitteln hat und diese auch in seinem Gutachten konkret benennen muss.