Nutzungsausfall für beschädigtes Fahrrad

Das Landgericht Lübeck hat in seinem Urteil vom 08.07.2011 dem Geschädigten für den Verlust der Nutzungsmöglichkeit seines Fahrrades eine Nutzungsentschädigung als ersatzfähiger Vermögensschaden zugesprochen.

Die Höhe der Ausfallentschädigung wurde in diesem Urteil an den üblichen Mietkosten für ein entsprechendes Fahrrad orientiert. Für den vorliegenden Fall waren es dabei aufgrund des sehr hohen Wertes des unfallbeschädigten Fahrrades für die erste Woche 99,00 €, und für jeden Folgetag der zweiten Woche 12,00 € bis 13,00 € und ab der dritten Woche 50 % dieses Wertes.

Eine Besonderheit lag in diesem Fall auch darin, dass unstreitig war, dass der damalige Kläger täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt. Aufgrund der Besonderheit des sehr teuren beschädigten Fahrrades ist hier allerdings von einem Sonderfall im Hinblick auf die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung auszugehen.

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