Direktor einer engl. Ltd. haftet nach GmbHG a.F.

Das Kammergericht urteilte in einer nun veröffentlichten Entscheidung, dass für den deutschen Geschäftsführer einer englischen Limited die Haftungsregelung gemäß § 64 II GmbH-Gesetz in der bis zum 31.10.2008 geltenden Fassung anzuwenden ist.

Der Direktor hatte im Rahmen des Klageverfahrens eingewandt, dass lediglich englisches Recht anwendbar sei. Das Kammergericht sah allerdings die Anwendung von § 64 II GmbH-Gesetz a. F. für gegeben, da sich die Norm im Vergleich zum Sinn und Zweck um eine Regelung des Insolvenzrechtes handele, die aufgrund der Eröffnung in Deutschland anwendbar sei.